Wer wir sind


Die Landeskirchliche Gemeinschaft Peitz-Drehnow e.V. gehört zum Gemeinschaftswerk Berlin-Brandenburg und ist damit ein freies Werk innerhalb der Evang. Kirche Berlin-Brandenburg und der schlesischen Oberlausitz. Die Gemeinschaft pflegt Kontakte und gemeinsame Aktivitäten zu anderen Gemeinden in der Region Lausitz.

Drehnow ist ein Dorf mit knapp 600 Einwohnern am Rande des Spreewaldes, 15 km nördlich von Cottbus. Zum Spreewald sind es nur wenige Kilometer, ebenso zur Neiße, dem deutsch-polnischen Grenzfluss. Wirtschaftlich lebt die Region von der Verstromung der Braunkohle. Ein riesiger Tagebau und das zweitgrößte Braunkohlekraftwerk Deutschlands stehen in unmittelbarer Nähe von Drehnow.

Die Landeskirchliche Gemeinschaft hat sich zum Ziel gesetzt, das kirchliche Leben in Drehnow zu unterstützen und arbeitet hierfür mit der Evangelischen Kirchengemeinde zusammen. Der Zweck unserer Gemeinschaft ist es, Menschen aller Altersgruppen zum lebendigen Glauben an Jesus Christus zu führen, sie im Wachstum des Glaubens zu fördern und zum missionarischen Dienst zuzurüsten. Dazu dienen Wortverkündigung, Bibelarbeit, gemeinsames Gebet, christliche Gemeinschaft und diakonisches Wirken.


Geschichte


Den Anfang unserer Landeskirchlichen Gemeinschaft haben drei Personen gesetzt: Fritz Piepka, Fritz Guttke und Anna Grieb.



Fritz Piepka war Straßenbahnführer in Berlin, wurde jedoch durch einen Unfall Invalide und kam so kurz vor dem ersten Weltkrieg nach Drehnow. Er war durch die Erweckungsbewegung in Berlin zum Glauben an Jesus Christus gekommen, begann in Drehnow mit Kinderarbeit, nahm sich Alkoholkranker an und trat bei Hochzeiten und Sterbefällen auf.


Fritz Guttke wurde im ersten Weltkrieg lebensgefährlich verwundet und gab Gott in seinen Todeskämpfen das Versprechen, ihm zu dienen, wenn ER ihn genesen ließe. Genau das ist dann auch passiert. Er war in einem katholischen Krankenhaus untergebracht, bat eine Krankenschwester um eine Bibel und kam durch das Lesen im Wort Gottes zu einem festen Glauben. Nach völliger Genesung kehrte er nach Drehnow zurück. Er hielt sein Versprechen und begann bei sich im Hause Bibelstunden zu halten.


Anna Grieb kam von Stettin nach Drehnow, als die Bibelstunden sich zu einer offiziellen Arbeit entwickelt hatten. Sie war eine eifrige Helferin, gute Seelsorgerin und hatte schon einige Erfahrung im Gemeindeleben, die sie in Drehnow einbrachte.


Ziemlich bald trat unter den Gläubigen in Drehnow die Frage nach dem Verhältnis zur Kirche auf, da sich solche Kreise oft zu einer Freikirche entwickelten. In Drehnow war man aber zu einer Trennung von der Kirche nicht bereit und blieb bewusst in der Evangelischen Kirche.

Das Richtfest 1930

Die Bibelstunden wurden weiter fortgeführt und fanden in verschiedenen Häusern statt. Des Weiteren kamen zum Himmelfahrtstag mehrere Hundert Menschen aus der Umgebung zu sogenannten „Missionsfesten“ zusammen.
1928 wurde in Drehnow eine Evangelisation gehalten, bei der so viele Menschen zum Glauben kamen, dass es unmöglich war, sich weiterhin in Privathäusern zu treffen.
Aus diesem Grund begann im April 1930 der Bau des Gemeinschaftshauses. Breitschaft, Eifer und Begeisterung für den Bau waren so groß, dass das Gebäude in 5 Monaten erstellt werden konnte, und das ohne Technik.

Das Gemeinschaftshaus in den 90er Jahren

2000 bis 2002 wurde das Gemeinschaftshaus nach der Idee des Architekten Herbert Grießbach erweitert und mit Hilfe vieler ehrenamtlicher Mitarbeiter aus der Gemeinde umgebaut.

Das Gemeinschaftshaus nach dem Umbau

In der langen Geschichte des Hauses hat sich eine vielfältige Gemeindearbeit entwickelt. Dabei wird der wöchentlich stattfindende Gottesdienst am Sonntag ergänzt von vielen Gruppen und Kreisen, die sich an den Wochentagen regelmäßig treffen.
Ein besonderer Höhepunkt im Jahr ist das Pfingstjugendtreffen, zu dem viele Jugendliche aus der Region anreisen. Es endet traditionell mit einem großen Freiluftgottesdienst auf unserem Gelände.